Stockhiebe für schweizer Graffiti Sprayer

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Stockhiebe für schweizer Graffiti Sprayer

Beitrag von Admin am Mo 28 Jun - 2:18:31

Stockhiebe für schweizer Graffiti Sprayer

Der 32 Jahre alter Schweizer Oliver F., der als Computer Spezialist vorübergehend in Singapur lebt und arbeitet, war zusammen mit einem britischen Kumpel alkoholisiert in ein U-Bahn Depot eingebrochen und hat zwei U-Bahn Wagen mit Graffiti besprüht. Der britische Freund war kurz nach der Tat aus Singapur getürmt, der Schweizer wurde kurz darauf gefasst.

Ein Gericht verurteilte in der letzten Woche den Schweizer für die Sprühaktion zu drei Stockhieben und drei Monate Haft, für das unerlaubte Betreten des U-Bahn Depots erhielt er zwei Monate Haft. Die Gefängnisstrafen laufen parallel, so dass er nach drei Monaten wieder auf freiem Fuß ist. Der Schweizer hatte die Tat zugegeben und Reue gezeigt, das Gericht in Singapur bestand trotzdem auf die Stockhiebe, denn die Strafe solle auch eine abschreckende Wirkung haben. Zudem stellte die U-Bahn Gesellschaft stellte rund 11.000 Singapur-Dollar (6400 Euro) in Rechnung, die der Schweizer begleichen möchte.

In Singapur versteht man keinen Spaß!

Es hätte alles noch schlimmer kommen können, in Singapur setzt man auf ein sauberes Image, bei Vandalismus kennt man keinen Spaß. Die Höchststrafe für die Graffitikunst hätte drei Jahre Haft und acht Stockschläge betragen können, das unbefugte Betreten des U-Bahn Gelände hätte als Höchstmaß zwei Jahre Haft eingebracht.

Das Strafsystem in Singapur stammt noch aus Zeiten der britischen Kolonialherrschaft und zählt zu den härtesten der Welt. Für Mord und Drogenhandel gibt es die Todesstrafe. Autoklau bringt bis zu 7 Jahren Gefängnis ein und wer beim Nachbarn die Wohnung ungefragt ausräumt, muss mit bis zu 20 Jahren Haft rechnen. Selbst das Essen, Trinken und Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln ist unter Geldstrafe verboten.

Wie wird die Strafe ausgeführt?

Stockhiebe haben in Singapur „Tradition“ und werden nur bei Männern zwischen 16 und 50 Jahren angewandt. Die Anzahl der Hiebe ist auf höchstens 24 beschränkt.

Der Häftling wird auf einem Gestell nach vornüber gebeugt und festgebunden. Unter fürsorglicher Aufsicht eines Arztes wird mit einem harten Rohrstock auf den nackten Hintern geschlagen. Der Stock kann ja nach Arbeitswut des Vollstreckers eine Geschwindigkeit von bis 160 Kilometer pro Stunde erreichen.

Aufgrund der Körperspannung platzt meist die Haut am Hintern auf, so dass lebenslang Narben entstehen können. Oft können die Häftlinge nach den Stockhieben lange Zeit nicht normal gehen und müssen auf dem Bauch schlafen. Wenn sie es denn können.

Fazit: Der Schweizer sprüht nie wieder mit Farbe.

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